Monthly Archives: Dezember 2007

A fantastic Xmas and a sensual, exciting and magical 2008 !

Petra and Mia

Zum ersten Mal seit drei Monaten fühlt es sich so an, als ob ich nicht mit 350 kmh unterwegs bin. Es war wirklich nett, zu Hause zu wohnen anstatt in einem Hotelzimmer und mir die Zeit zu nehmen, als das großartige Material, das wir über das letzte Jahr gedreht haben, für den endgültigen Schnitt im Februar vorzubereiten. Ich habe gearbeitet, aber auch gelebt, die einfachen Dinge des Lebens genossen, wie z.B. morgens in meinem Whirlpool zu sitzen und auf den frostigen Rasen zu schauen, leckere selbstgemachte Suppen und Braten zu kochen und ein paar Notizbücher zu basteln als kreative Weihnachtsgeschenke.

Ich liebe Weihnachten, eine Zeit im Jahr, wenn alles zur Ruhe kommt. Winterschlaf zu halten, wenn auch nur für ein paar Tage, Zeit mit meinem Freund zu verbringen ohne den ewigen Druck von E-Mails und Anrufen, die reinkommen und sich auf das neue Jahr zu freuen. Voller Hoffnung und Freude.

Ich kann es nicht abwarten, wenn der Film im Februar erscheint – das Ergebnis von vielen Monaten harter Arbeit. Natürlich hoffe ich, dass der Film ein Erfolg wird und es mir möglich sein wird, im neuen Jahr einen weiteren Film zu drehen. Da aber dieses Jahr auf verschiedene Weise ein so schweres und manchmal trauriges Jahr war, da einige FreundInnen schweren Krankheiten gegenüberstehen und zwei meiner engsten Vertrauten gestorben sind, wünsche ich mir am meisten, dass 2008 meine ganze Familie und alle meine Freunde gesund und wohlauf sein werden. Und das wünsche ich euch auch. Gesundheit und Glück, sinnliche Magie und größere Freuden, als sie ihr euch vorstellen könnt!

Danke, dass ihr mich und uns unterstützt. Das freut uns wirklich.

In Liebe

Petra X

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“Cripples” at Christmas

Mat Fraser

Es gibt da einen sehr coolen Typen, den ich bewundere: Mat Fraser, ein Schauspieler und Moderator und Showmaster der jährlichen Sendung „Night of the Senses“. Er ist klug und lustig und sexy und bewirbt unermüdlich die gleichen (sexuellen) Rechte für Menschen mit Behinderungen, die er provokativ „Krüppel“ nennt. Mat’s physische Entwicklung wurde vom Contergan geschädigt. Hut ab, dass Mat behinderte Menschen nicht als Opfer oder bemitleidenswert darstellt sondern als Menschen mit (sexuellen) Wünschen und Begierden, genau wie alle anderen. Die Pornoindustrie kann leider altenfeindlich, rassistisch und diskriminierend gegenüber behinderten Personen sein.

Mat stellt sicher, dass seine Stimme in der Erotik- und Fetischszene im UK gehört wird, und auch in den Mainstream-Medien. Er betreut die BBC-Webseite mit und macht Podcasts für Behinderte, die „Ouch!“ heißen.

Er hat ein Lied für “Krüppel zu Weihnachten” aufgenommen, das man kostenlos runterladen kann. Der Text ist scharfsinnig und schlau:

“Aber denkt an die Normalen,

denn sie leben unter uns, yeah.

Lasst ihnen in dieser Zeit unsere Wohltätigkeit zukommen

Man darf sie nicht anstarren, zeigt, dass wir uns kümmern …“

Mat braucht Downloads, um seinen Standpunkt zu untermauern, dass dies kein Tabuthema mehr sein sollte und seine Aufnahmen im Radio gespielt werden sollten. Hier könnt ihr das Lied runterladen:

http://www.bbc.co.uk/ouch/xmas/cripples_at_christmas.shtml

Mehr Info zu Mat: http://www.matfraser.co.uk

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Always read the manual

Mein Freund besteht immer darauf, die Gebrauchsanweisung zu lesen bevor man ein neues Elektrogerät benutzt. Ich bin immer zu ungeduldig dafür. Ich lerne Apparate durchs Ausprobieren zu benutzen. Mein Ansatz mag länger dauern, ist aber nicht so langweilig wie wenn man sich durch die Anleitungen arbeitet, die ungelenk aus dem Japanischen übersetzt wurden.

Vor einigen Abenden hatte ich eine Verabredung zum Spieleabend mit mir selbst. Ich liebe das. Ein paar neue Toys in der Intimität meines sinnlichen roten Boudoirs auszuprobieren. Ich spielte mit den dem kleinen pinken „Lady Dolly“ aus der Fun Factory. Das hatte ich ursprünglich gekauft, weil es es für den perfekten Reise-Vibrator hielt. Leichtgewichtig, leise und mit einem eigenen gestreiften Aluminium-Kästchen. Ich spielte mit der Schnellwahlfunktion, drehte die Geschwindigkeit hoch, bis ich mich MMMM wirklich gut fühlte. Dann drückte ich noch einmal und für den Bruchteil einer Sekunde schien er ausgegangen zu sein, und ich war enttäuscht, weil ich dachte, dass die Batterien vielleicht genau in diesem entscheidenden Moment leer waren. Aber dann startete er wieder: pulsierend. An. Aus. An. Aus. Anfangs war ich nicht sicher, ob mir das gefiel, aber dann gab es mir einen der besten Toy-Orgasmen, die ich je hatte.

Hätte ich die Gebrauchsanweisung gelesen, hätte ich diese Funktion schon vor Jahren entdeckt, aber dann wiederum liebe ich Überraschungen.

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It’s party time

Letzte Nacht bin ich zum ersten Mal seit ich weiß nicht wie vielen Monaten mal wieder zu einer Party gegangen. Eine richtige Privatparty, kein Fachmessen-Event. Wo ich mich gehen lassen kann ohne wie verrückt netzwerken zu müssen und mit der einen Hand DVDs zu signieren, während ich mit der anderen Flyer verteile. Ich liebe den Trubel der letzten paar Monate, Barcelona, Berlin, London – hunderte von interessanten Menschen zu treffen und meine Filme in der Erotikindustrie als ungewöhnlichen aber permanenten Fixpunkt zu etablieren.

Letzte Nacht war anders. Das Thema war „exotisch erotisch“. Meine Freundin Dominique weiß schon, wie man eine Party schmeißt.

Wann man durch die Eingangstür kam, musst man sich durch schwarze Satin-Schals navigieren und gelangte dann in eine rot beleuchtete Halle, wo man mit selbstgemachten Trüffeln begrüßt wurde.

Doms Lounge war nur von Kerzen beleuchtet und der Boden lag voller Kissen. Als ich mich hingesetzt und es mir gemütlich gemacht hatte, wollte ich gleich gar nicht aufstehen. Ich habe angefangen, mit vielen Leuten darüber zu plaudern, wo wir grade in unseren Leben stehen und wie sehr wir uns alle nach Sonne und der Freiheit zu reisen sehnen – von all dem Druck der Freiberuflichkeit befreit. Zeit, einfach zu atmen und zu sein. Zeit, andere Leute und sich selbst wirklich kennen zu lernen. Ich vermisse das Reisen. Aber diese Party war wie ein Kurztrip an einen thailändischen Strand. Ich konnte den orangenen Mond förmlich aufgehen sehen und das schwarze Meer sanft unter unseren Füßen plätschern hören.

Es fühlte sich so gut an, sich einfach hinzusetzen und nicht herumzuhetzen wie eine Verrückte und zu multitasken, sondern einfach da zu sein und glücklich und stolz auf all das zu sein, was mein Team und ich im letzten Jahr geschafft haben.

Ich traf zufällig Suzanne Portnoy, die “The butcher, the baker, the candlestick maker” geschrieben hat, ein Buch über ihre sexuellen Abenteuer als eine hoch sexuelle Single-Frau und Abenteurerin, die in London lebt. Schnell hatten wir vergessen, dass es nicht diese Art von Party war und plauderten über unser Lieblingsthema: Sex. Welche Toys uns gefallen und warum, was unsere Sinnlichen Schalter umlegt und was uns abtörnt. Die Leute um uns herum, die kleine Fetzen unserer Unterhaltung aufschnappten, waren ganz verdutzt: Den Männern fielen die Kinnladen runter und die Mädels teilten kichernd die schlüpfrigen Details darüber aus, wie sie so ticken.

Obwohl ich um 1:30 Uhr wirklich müde war, habe ich zu ein paar stampfenden House-Klassikern getanzt, und es fühlte sich super an, sich einfach zur Musik treiben zu lassen. Nicht denken. Einfach tanzen. Und lächeln.

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