Petra Joy
Film – Photography – Journalism
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Über Petra

Petra’s Manifest

Petra JoyPetra JoyPetra JoyPetra JoyPetra Joy

1. Mein Background

Ich bin eine sex-positive Künstlerin. Als unabhängige Erotik-Filmemacherin finanziere und produziere ich meine erotischen Filme selber und führe auch selbst Regie. In enger Zusammenarbeit mit meinem Team von Darsteller/innen und der Crew visualisiere ich Frauen Fantasien. Meine Filme basieren auf erotischen Fantasien meiner Darstellerinnen, Bekannten und Freundinnen. Und natürlich sind einige der Fantasien, die es in meinen Filmen zu sehen gibt meine eigenen.

2. Inhalt

Der Fokus meiner erotischen Filme liegt auf der weiblichen Lust. Ich möchte die Frauen, die in meinen Filmen auftreteb oder die meine Filme sehen, ermutigen, ihre eigenen Fantasieen auszuleben – jenseits der Klischees von weiblicher Sexualitaet, die es in kommerziellen Pornos zu sehen gibt. Die meisten Pornos werden immer noch von Männern für Männer gemacht, und zeigen Sex aus männlicher Sicht. Es ist deshalb kein Wunder, dass diese Filme die meisten Frauen kalt lassen. Ich habe das Bedürfnis, eine Alternative zu der Bilderflut zu schaffen, die weibliche Sexualität verzerrt darstellt und Frauen auf ihre Genitalien reduziert.

Ich glaube an eine Rückkehr von Sinnlichkeit und zeige ein Sexspiel, das durch Intimität, Kreativität und Humor bereichert ist. Ich liebe es zu zeigen, wie Frauen gestreichelt und oral befriedigt werden, denn davon sehen wir derzeit zu wenig. Vielen Frauen ist es immer peinlich sich sexuell einfach Mal verwöhnen zu lassen, statt ihren Partner zu verwöhnen.

Ich zeige außerdem gerne Männer als Objekte weiblicher Lust, denn wie haben kaum Bilder die das (heterosexuelle) “Sex Objekt Mann” zeigen.

In meinen Filmen breche ich gerne Tabus, wie z.B. männliche Bisexualität und die Prostata als erogene Zone (heterosexueller) Männer.

Ich nenne meine Filme nicht „hard-core“ sondern „art-core“. Obwohl ich Erektionen, Penetrationen und „echten Sex“ zeige, glaube ich nicht, dass meine Filme mit 95% „hard-core“-Pornos viel gemeinsam habe bzw. Ich Teil der Porno Industrie bin.

3. Produktionsethik

Alle meine Darsteller/innen erleben während eines Shoots nur das, was ihnen Lust macht. Ich möchte, dass die Leidenschaft echt und nicht gekünstelt ist, weil ich authentische Lust auf Film bannen will. In meinen Filmen gibt es keine vorgespielten Orgasmen. Ich nehme mir Zeit beim Dreh, es gibt keine Liste von Positionen, die es abzuhaken gilt, und so kann sich die Sinnlichkeit je nach Lust und Leidenschaft der Darsteller/innen frei entfalten. Ich glaube an und promote „Safer Sex“. Alle meine Darsteller/innen sind immer aktuell auf Geschlechtskrankheiten getestet, und wenn sie kein festes Paar sind, haben sie penetrativen Sex nur mit Kondom.

4. Feminismus und Porno

Ich stimme mit der Meinung vieler Feministinnen überein, dass die meisten kommerziellen Pornos Frauen degradieren und Gewalt verherrlichen. Das ist der Grund warum ich in den 80-er Jahren in der Anti-Porno-Bewegung aktiv war. Heute reicht es mir aber nicht mehr, nur gegen etwas zu sein – ich möchte Alternativen schaffen und die Produktion von sexueller Bilderwelten nicht komplett den Männern überlassen. Die Zeit ist gekommen, dass Frauen das Genre des erotischen Films zurückerobern und Bilder schaffen, die uns inspirieren und erregen.

Ich drehe mit Darstellerinnen, mit denen sich die Zuschauerinnen identifizieren können. Ich zeige unterschiedlicher Körpertypen als nur eine „ideale“ Frau. Die Männer in meinen Filmen werden nicht nach der Größe ihres Penis gecastet sondern danach ob Sie gute und selbstlose Liebhaber sind.

5. Grenzen

Ich zeige, keinerlei sexuelle Akte zu zeigen, die von vielen Frauen als degradierend empfunden werden. Deshalb gibt es in meinen Filmen z.B. keine erzwungene Fellatio, extremen Analsex oder die Ejakulation in das Gesicht der Frau zu sehen.

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