Category Archives: Porn Industry

Was ist das Pornfilmfestival Berlin und warum ist es so ein so spannendes Event?

Vom 21. bis zum 25. Oktober kommen Pornoproduzent*innen, Darsteller*innen und Fans in Berlin zum 10. Pornfilmfestival Berlin zusammen – und Petra wird dabei sein, um einige ihrer aktuellen Filme zu zeigen!
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Warum ich Candida Royalle, die Königin des feministischen Pornos vermissen werden …

Candida Royalle, die legendäre feministische Pornoregisseurin und Tierrechtsaktivistin, ist nach einem langen Kampf gegen Ovarialkrebs gestorben. Ihre Kollegin, Pornoregisseurin Petra Joy, spricht über Candidas Leistungen für die Frauenwelt

Der 7.9.2015 war für viele Frauen, Feministinnen und Erotikkünstler*innen auf der ganzen Welt ein trauriger Tag. Als bekannt wurde, dass Candida Royalle im Alter von nur 64 Jahren in New Yorker verstorben war, verwandelte sich Ihre Facebook-Seite in ein farbenfrohes Kaleidoskop einer erstaunlichen Biografie. Immer wieder hinterlässt jemand einen Beitrag und gedenkt dieser wahrhaft außergewöhnlichen Frau, die den Weg für Pornos aus weiblicher Perspektive bereitet hat und vielen feministischen Erotikfilmemacher*innen Türen geöffnet hat – dazu zähle ich auch mich selbst –, die in ihre Fußstapfen getreten sind. Die geposteten Bilder zeigen alle eine strahlende Frau mit einem Lächeln, das sagt: „Ich liebe das Leben, ich koste es voll aus, auf geht’s ins Abenteuer!“
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Wenn Sie den Wert von Pornos zu schätzen wissen, bezahlen Sie bitte auch dafür!

Porn SaleKürzlich habe ich zufällig erfahren, dass ein holländischer Fernsehsender ohne mein Wissen oder mein Einverständnis Szenen aus meinem Film „(S)he Comes“ gezeigt hat. Ich war außer mir vor Wut. Ich habe selbst 20 Jahre fürs Fernsehen gearbeitet und weiß, dass alle visuellen Inhalte lizenziert werden müssen und dass dafür bezahlt werden muss, es sei denn, es handelt sich um ein „Zitat“. Ein Zitat kann in diesem Zusammenhang zum Beispiel ein sehr kurzer Ausschnitt sein, der in einem Kino vorgeführt wird, wo man also nicht nur das Material auf der Leinwand sieht, sondern auch das Kino darum herum. Das war hier aber nicht der Fall – fast 30 Sekunden meines Materials wurden so gezeigt, dass sie den Bildschirm komplett füllten, und in einer Doku über Sex mit über Fünfzig, die nur etwas über drei Minuten lang war, war das ein signifikanter Teil der Sendung.

Ich kontaktierte meinen Uhrberrechtsanwalt, der mir bestätigte, dass (S)he Comes in der Tat mein „geistiges Eigentum“ ist und es eine erhebliche Verletzung des Urheberrechts darstellte, Inhalte daraus ohne meine Erlaubnis auszustrahlen. Der Fernsehsender hätte mich erstens um meine Erlaubnis bitten und zweitens einen Lizenzvertrag aufsetzen müssen, der die Bedingungen für diese Lizenz klar festgelegt hätte, und natürlich hätten sie mich bezahlen müssen. Tatsächlich haben sie es nicht einmal für nötig befunden, mir eine E-Mail zu schicken, um mich um eine Lizenz zu bitten. Ich kann mir nur vorstellen, dass das bedeutet, dass sie annahmen, dass ich es sowieso nie herausfinden würde, und dass für Pornos andere Regeln als für anderes Material gelten. Nachdem Websites wie YouPorn und PornHub aufblühen, gelten Pornos jetzt weithin als „kostenlos für alle“.
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Zensur innerhalb der Pornobranche

Ich habe mir kürzlich von einem Pay-TV-Kanal für Erwachsene Informationen zu den Kriterien für ihre Programmauswahl zuschicken lassen. Das liest sich unglaublich, weil diese Kriterien nur allzu deutlich machen, wie sexistisch die Pornobranche immer noch ist und wie krampfhaft sie sich gegen innovative Inhalte wehrt.
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Der reale „Nightmare before Christmas“: Warum die neue Internetporno-Zensur in Großbritannien nicht nur die Briten betrifft

In den letzten zwei Jahren habe ich viel Zeit und Geld in das Projekt eines eigenen Streamingdienstes für Pornos von und für Frauen investiert. Es gab zahllose technische Probleme, aber dann sollte Cinema Joy Ende diesen Jahres zuletzt endlich online gehen. Die Seite sollte nicht nur meine eigenen Erotica präsentieren, sondern auch Pornos von anderen Regisseurinnen wie Shine Louise Houston und Maria Beatty – Regisseurinnen, die genauso wie ich Fantasien von Frauen umsetzen, wenngleich andere. Ich hatte einen Traum: Ich wollte meine Filme jedem zur Verfügung stellen können, der dafür zahlen wollte, sie sich anzusehen, ganz egal, wo auch immer er oder sie sich gerade befinden mochte auf der Welt, wann auch immer er oder sie diese Filme sehen wollte. Doch nun sind in Großbritannien am 1. Dezember neue Bestimmungen für Internetpornos in Kraft getreten, und damit ist aus meinem Traum ein Alptraum geworden.
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Die zehn No-Gos des Mainstream-Pornos

Ich werde ständig gefragt, was ich eigentlich gegen Mainstream-Pornos habe und in welcher Hinsicht meine Filme anders sind. Gut, dann präsentiere ich Ihnen jetzt, ohne noch weiter drum herumzureden, die Top 10 der Punkte, die mich an Mainstream-Pornos am meisten nerven. Und die es niemals in einem meiner Filme zu sehen geben wird:
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The Real Thing

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

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Die große chinesische (Fire)wall

In der Presse war es jüngst allerorten zu lesen: David Cameron möchte ein Gesetz erlassen, dem zufolge Pornografie von Internetprovidern gesperrt werden muss, solange nicht der Nutzer selbst sie bewusst freischaltet und sich so aktiv für das Betrachten von Pornografie entscheidet. Ich habe mich in der Vergangenheit bereits häufig zum Thema Zensur geäußert: ich glaube einfach nicht daran, dass sie den richtigen Weg in eine progressive Zukunft birgt. Sie ist ein holpriger Weg, auf dem stets die Gefahr des Abrutschens droht, insbesondere unter der regelmäßig vorgeschobenen Camouflage des Jugendschutzes. Wenn wir zulassen, dass die Regierung in unsere Privatsphäre eindringt und ein moralisches Urteil über alles “Pornografische” verhängt, dann öffnen wir uns weit für jedwede Form von Zensur. Das Internet ist noch immer ein sehr neues Medium, und es operiert zur Zeit in Großbritannien fast gänzlich zensurfrei. Ironischer- und erschreckenderweise plant Cameron, das gleiche System anzuwenden, das China nutzt, um vom Staat nicht autorisierte Websites zu sperren – dies sollte die Alarmglocken läuten lassen bei allen, die auch nur die grundlegendsten liberalen Überzeugungen hegen.
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Porno im Kreuzfeuer

Vielleicht haben Sie es kürzlich in den Nachrichten mitbekommen, dass Island darüber diskutiert, bestimmte Arten von Online-Pornos zu verbieten, und das Europäische Parlament jüngst darüber abstimmte, ob europaweit alle Pornos verboten werden sollen (sie stimmten zum Glück dagegen!). Auf Youtube können Sie die Diskussion zu dem geplanten Isländischen Verbot ansehen, an der ich vor einigen Wochen teilgenommen habe: http://www.youtube.com/watch?v=YzzYFHX5-ek

Pornos zu verbieten wird derzeit angeregt diskutiert, und natürlich ist das ein schwieriges Thema. Die meisten Menschen, die das Verbot unterstützen, scheinen dies aus den richtigen Gründen zu tun – sie sorgen sich eher um die Objektinfizierung von Frauen und Ausbeutung von Darstellerinnen als dass sie nur die altmodischen Moralvorstellungen wieder aufwärmen, dass die Darstellung von Sex ‚obszön’ sei. Tanya Gold forderte kürzlich ‚Faire Pornos’ (was ich unterstütze), will aber alle anderen Pornos verbieten lassen. (more…)

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Der Medienwahnsinn: ein zweischneidiges Schwert

HeadlinesSeit vor einigen Wochen mein Buch erschienen ist, war ich in Deutschland des Öfteren in der Presse. Ich nutze diese Gelegenheit gerne, um die Botschaft von Pornos aus weiblicher Perspektive zu verbreiten, mache mir aber manchmal Sorgen, ob die Art und Weise, wie diese Geschichten präsentiert werden, nicht eher kontraproduktiv ist.

Die Journalist/innen fragen mich immer, was Frauen wollen. Meine Antwort darauf lautet, dass ich nicht für alle Frauen sprechen kann, da die weibliche Sexualität so vielfältig ist. Manche mögen es zärtlich, andere hart; einige wollen Pornos, die eine Geschichte erzählen, andere nicht – es ist daher unmöglich zu generalisieren. Wenn meine Interviews dann veröffentlicht werden, kürzen sie oft die Absätze, in denen ich klar mache, dass ich nicht alle Frauen über einen Kamm scheren möchte. Damit wird meine Aussage verzerrt dargestellt, was ganz schön frustrierend ist. Außerdem lassen sie sich oft kontroverse Überschriften einfallen, wie z. B. „Politisch korrekte Pornos“ (was meine Pornos ganz und gar nicht sind, da sie viele Tabu Themen wie männliche Bisexualität und Pegging zeigen) oder „Von der Anti-Porno-Aktivistin zur Pornoproduzentin“ (als hätte ich eine 180-Grad-Wendung hingelegt, dabei hat sich für mich der Kreis geschlossen: Ich bin noch immer gegen frauenfeindliche Pornos, habe mich aber dazu entschlossen, Alternativen zu schaffen anstatt die Mainstream-Pornos einfach nur zu kritisieren). (more…)

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