Was ist das Pornfilmfestival Berlin und warum ist es so ein so spannendes Event?

Vom 21. bis zum 25. Oktober kommen Pornoproduzent*innen, Darsteller*innen und Fans in Berlin zum 10. Pornfilmfestival Berlin zusammen – und Petra wird dabei sein, um einige ihrer aktuellen Filme zu zeigen!

Was ist das Pornfilmfestival Berlin?

Bei dem jährlich stattfindenden Festival, das die Kunst des heißen Erotikfilms zelebriert, trifft sich die stetig wachsende alternative Porno-Community. Dieses Jahr zelebriert das Festival einen runden Geburtstag: ZEHN Jahre Porno- Kunst und Kultur. Das ist Grund zum Feiern! Es gibt Screenings von Pornos, Workshops, Podiumsdiskussionen und natürlich jede Menge Partys und Spaß, wenn talentierte Produzent*innen und Darsteller*innen gemeinsam die sexuelle Freiheit und den kreativen Ausdruck in innovativen, sexy Pornos feiern.

Auf der Website erklärt das Pornfilmfestival: „Wir wollen die innovativsten und risikofreudigsten Visionäre aus den Bereichen Film, Fotografie, Performance, Musik und Bildende Kunst, aus dem ganzen Pornoland und sogar Pornokaraoke zeigen, um das Genre des erotischen Films in seiner schillernden Vielfältigkeit zu zeigen. Gemeinsam bilden die gezeigten Werke eine Kollektion unzensierter Antworten auf die gesellschaftliche und ästhetische Frage, wie wir uns selbst als sexuelle Wesen darstellen.

Beim diesjährigen Pornfilmfestival feiern zwei Kurzfilme von Petra Weltpremiere. Einer davon ist der fantastische Genderfuck – ich hatte das Glück, bei seiner Entstehung dabei zu sein und kann Ihnen sagen, dass der Dreh zu den heißesten Erlebnissen gehört, die ich je hatte, weil die Chemie zwischen den Darsteller*innen Harry und Bishop einfach so phänomenal war. Den sollten Sie sich also auf keinen Fall entgehen lassen, falls Sie das Pornfilmfestival besuchen. Wenn Sie nicht dabei sein können, lesen Sie nach Petras Rückkehr ihren Erlebnis-Bericht hier im Blog!

Petra gehört Petra schon seit dem ersten Pornfilmfestival 2005 zu den Stammgästen: Damals war sie eine der ersten Filmmaker in Focus und präsentierte in einem ausverkauften Kino ihren Debütfilm Sexual Sushi sowie ihren Durchbruchs-Film und bis dato Besteller Female Fantasies.

Petra erinnert sich gerne an das legendäre erste Festival : „Alle DarstellerInnen haben mich zu unseren Screening nach Berlin begleitet. Wir waren gespannt und nervös, weil wir nicht wussten, wie das Publikum auf unseren Film reagieren würde. Zur Zeit des ersten Pornfilmfestivals war der Begriff „feministischer Porno“ für die meisten noch ein Oxymoron und niemand hatte es bis dato gewagt explizite alternative Pornos in einem normalen Kino zu zeigen. Aber unser Empfang hätte nicht besser sein können: Das Publikum war unserem innovativen Ansatz gegenüber total aufgeschlossen und wir durften uns über tosenden Applaus freuen. Die Leute waren so herzlich, das gab uns das Gefühl, dass unsere Arbeit relevant ist und geschätzt wird. Wir waren total happy und haben nach der Premiere gemeinsam die Nacht durchgefeiert.

In 2009 fand der erste Petra Joy Award während des 4. Pornfilmfestival Berlin statt –Petra ehrte die neuen Erotik Regisseurinnen (Ms Naughty, Lola Clavo und Cora Emens) mit einer Trophäe und Preisgeld (gespendet von Pjur) und die preisgekrönten Filme liefen auf dem Festival.

Vor einem Jahr, beim 9. Pornfilmfestival hatte Petras orgastischer Film (S)he Comes Premiere.

Dieses Jahr zeigt Petra neben der heissen Szene Genderfuck auch ihren sinnlichen Kurzfilm Blue Belle mit der wunderschönen Sasha Rouge (Covergirl von (S)he Comes dabei war), die sich selbst inmitten einer magischen englischen Frühjahrslandschaft selbst Lust macht. Mit diesem Kurzfilm hat Petra zum ersten Mal eine Frauen-Soloszene gefilmt und sie ist sehr stolz darauf diese in Berlin zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu zeigen.

Außerdem nimmt Petra an einer Podiumsdiskussion über den aktuellen Zustand der deutschen Pornobranche teil und spricht über ihre Erfahrungen als unabhängige Produzentin und Vertriebspartnerin anderer feministischer Filmemacherinnen.

Auch in dieses Jahr reisen wieder Filmemacher*innen aus aller Welt in Berlin an, so zeigen zum Beispiel Pandora Blake und Morgana Muses ihre neuesten Filme. Außerdem wird es ein Sonder- Screening des Films Aphrodite Superstar der kürzlich verstorbenen Candida Royalle geben, die eine wahre Pionierin des feministischen Pornos und zugleich eine enge Freundin von Petra war. Ihr Schaffen hat in der Welt des Pornos nachhaltige Spuren hinterlassen.

Fuer Viele Filmemacher*innen, Darsteller*innen und Zuschauer*innen ist das legendären Pornfilmfestival Berlin Ende Oktober ein fixer Termin im Kalender. Petra erklärt die starke Anziehungskraft des Festivals: „Es gibt nichts Schöneres, als deinen Film auf der großen Leinwand zu sehen und die Reaktion des Publikums live zu erleben. In einer Welt, in der Pornos viel kritisiert und oft zensiert werden, ist es für mich als Regisseurin wichtig, Räume zu haben, die einen ehrlichen, offenen, wertungsfreien Austausch über das umstrittene Genre ermöglichen. Ich sehe mir gerne die Arbeiten von anderen an, tausche mich mit meinem Publikum aus und erträume mit anderen Regisseur*innen und Darsteller*innen, neue Projekte. Ich freue mich total auf eine inspirierende Woche …

Warum sind Veranstaltungen wie das Pornfilmfestival wichtig?

Erotische Kunst wird anders als andere Kunstformen behandelt – sie wird oft versteckt, häufig zensiert und selten für die positiven Effekte anerkannt, die sie auf unsere Kultur haben kann. Die Medien stürzen sich gerne auf herkömmliche Mainstreampornos, denen es häufig an Kreativität mangelt und die leider oft auch frauenfeindlich sind, wohingegen kreative, feministische und vielseitige Pornos selten im Rampenlicht stehen. Festivals wie das in Berlin geben innovativen Produzent*innen und Darsteller*innen einen Raum, um ihre Arbeiten zu präsentieren, und tragen dazu bei, das Porno-Narrativ zu verändern. Ich würde mich freuen, wenn es mehr solcher Veranstaltungen gäbe – vielleicht sogar in Großbritannien – die die gängige Vorstellung hinterfragen, dass Porno irgendwie „weniger wert“ als „richtige Kunst“ ist. Denn Porno ist nicht „mehr“ oder „weniger“, sondern einfach nur eine weitere Möglichkeit für Menschen, sich kreativ auszudrücken, und für das Publikum, einen Einblick in die Vielfalt und Schönheit unserer Sexualität zu gewinnen.

Film und Event Zeiten:

Genderfuck ist im Queer Program: Freitag, 23.10. 10:30 und Sonntag, 25.10. 19:15 zu sehen. Am Freitag sind beide Darsteller*innen Bishop Black und Harry, sowie Petra beim Q&A anwesend.

Blue Belle ist im Femancy Program: Donnerstag, 22.10. 21:45 and Samstag, 24.10. 18:00 zu sehen. Petra wird bei beiden Acreenings zum Q&A anwesend sein.

Die Podiumsdiskussion findet am Samstag, den 24.10. von 15: 00 – 17:00 in der SomoS Galerie, Kottbusser Damm 95 statt.

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